Baerveldt-Implantat: wer hat das?

      Baerveldt OP überstanden

      Hallo,

      Mein Sohn hat das Baerveldt Implantat vor inzwischen 8 Wochen bekommen.
      Und was soll ich sagen: der Druck ist inzwischen ohne drucksenkende Tropfen runter auf 7-10mm Hg.
      Die OP selbst war unkompliziert und wir konnten nach 2 Tagen nach Hause.
      Allerdings war die Wartezeit bis sich die Ligatur geöffnet hat, mit der das Röhrchen am Anfang abgebunden war, ziemlich nervenaufreibend. Der Druck war zeit weise sehr hoch und wir waren immer wieder notfallmäßig in der Klinik.
      Aber nach 6 Wochen war die Ligatur offen und seither ist alles stabil!
      Wir hoffen daß es lange so bleibt.

      Nicole

      RE: Baerveldt-Implantat: wer hat das?

      Hallo Nicole,
      wir haben zwar nur Erfahrungen mit dem Ahmed-Implantat, aber evtl. hilft es dir/euch trotzdem.
      Im November 2010 hat Helene (damals 8 J.) ein Ahmed (LA) erhalten, weil trotz Tropfen der Druck nicht runter ging. Der Operateur (Dr. Andreas Böhm - früher Uniklinik Dresden - jetzt Elblandkliniken Radebeul bei Dresden) hatte mir das Ahmed nahegelegt, weil er selbst zuvor jahrelang gute Erfahrungen damit in Amerika gemacht hatte. Von der Uniklinik in DD sind wir weg, weil man da Kassenpatienten offenbar anders behandelt als Privatpatienten, die wir leider nicht sind.

      Ich glaube die Wahl des Implantats obliegt dem Operateur, in Köln wird wohl eher das Baerfeldt eingesetzt(?) Die Wirkungsweise ist prinzipiell ähnlich, die Bauart (mit/ohne Ventil) verschieden.
      Unsere Erfahrung direkt nach der OP: gerötetes und geschwollenes Auge, relativ schnelle Wundheilung. Gefahr der Verstopfung des Röhrchens infolge Verwachsung des Implantats mit dem umliegenden Gewebe wurde uns angesagt, ebenso postoperativ erst einmal Druckanstieg, der aber nach einigen Wochen verschwindet. Druckanstieg hatten wir kurzzeitig, Verstopfung des Röhrchens und damit erneute OP hatten wir nicht. Seitdem ist der Druck im LA ohne Tropfen stabil zw. 13 und 16 mmHg. Auch der Druck im RA ist runter, allerdings mit Tropfen, ebenfalls zw.12 und 16 (vor der OP hatten wir Drücke um 20-22 mit Medis).
      Ich hatte die Hoffnung, dass mit dem Rückgang des Druckes auch das geringfügig (aber sichtbar) größere Auge wieder kleiner wird, das hat sich nicht erfüllt. Aber damit können wir leben. Helene kann wieder alles machen wie zuvor. Die Sehleistung hat sich nicht verschlechtert.
      Wir sind total froh, uns für ein Implantat entschieden zu haben. Noch immer wird mit dieser Methode aus meiner Sicht oft zu lange gewartet bzw. zu häufig andere OP-Methoden versucht und erst, wenn gar nix mehr geht, ein Implantat eingesetzt. Möglicherweise ist das Auge dann schon durch zu viele OPs relativ belastet. Das wollten wir Helene ersparen. Und jetzt sind wir schon eine ganze Weile sozusagen Glaukom-entspannt und hoffen, dass es lange hält. Aber wir wissen auch, dass das keine Garantie ist, zumal wir ja mit dem Sekundärglaukom fechten, was oft schwer berechenbar in seiner Entwicklung ist.

      Ich hoffe, das hilft euch ein wenig. Wie alt ist dein Sohn, und was habt ihr evtl. schon hinter euch? Ein Austausch tut meist gut. Wenn du das willst.
      Alles Gute für die OP für deinen Sohn. Wäre schön, wenn du deine Erfahrungen dann auch hier weitergeben könntest.

      LG Manon
      Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. ^^

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